Naturpark Kallenborn

Im Distrikt „Kallenborn“ wurden bereits im Jahr 1966 auf Veranlassung des damaligen Bürgermeisters von den Vorständen der Ortsvereine Zugangs- und Wanderwege angelegt. Ziel der Veranlasser war die Herrichtung der Kallenborner Schlucht als Naherholungszentrum für die Bewohner des Dorfes sowie des ganzen oberen Köllertals. Nach zähen Verhandlungen mit den verschiedensten Stellen und Behörden gab es 1972 grünes Licht für den wichtigsten Bauabschnitt, nämlich den Bau der Weiheranlage, des Wildgeheges und der Fasanerie. Nach kurzer Zeit waren bereits Schwäne auf dem Weiher, Damwild im Gehege und 20 verschiedene Fasane in den Volièren, Besucher konnten sich in einem Kneipp-Tretbecken erfrischen und in einer Holzhütte Schutz finden vor schlechtem Wetter. Mit Hilfe des THW Heusweiler war auch schon eine Holzbrücke über die Kallenborner Schlucht gespannt. Alle Arbeiten zur Errichtung der Anlage ausgenommen die Weiheranlage wurden von der Dorfgemeinschaft in eigener Regie ausgeführt. Mit dem Anwachsen der Besucherzahlen nach der Übergabe der Anlage im Jahre 1973 wuchs auch der Aufwand für Hege und Pflege. Ab seiner Gründung am 27. Oktober 1973 übernahm der „Verein zur Förderung der Naherholung und des Naturschutzes e.V.“ – kurz Förderverein – diese Aufgaben.
Einen schönen, gut ausgebauten Waldspielplatz errichtete die Dorfgemeinschaft im Jahr 1979 unter Federführung des Fördervereins und Mitwirkung aller Ortsvereine im Naherholungsgebiet, der nicht nur von der Dorfjugend sehr schnell und gut angenommen wurde, sondern auch viele überörtliche Besucher mit Kindern noch heute zum Wiederkommen veranlasst.
Viele Vereinsfeste fanden in dieser herrlichen Kulisse statt. Schon bald war der Bau eines festen Hauses sowohl für Vereinsfeste als auch für immer größere Besucherzahlen erforderlich, um Schutz vor Wind und Wetter und größere Lagermöglichkeiten bieten zu können. Mit der Übergabe des Hauses Kallenborn im Jahre 1983 war die Aufbauphase im Kallenborn abgeschlossen. Das Haus bietet etwa 60 Gästen Platz. Es ist in Holzbauweise auf einem steinernen Untergeschoss für Funktionsräume errichtet. Ein umlaufender überdachter Balkon mit einer kleinen überdachten Terrasse sind die verbindenden Elemente vom Innenraum nach außen zur freien Natur.

Von Anfang an arbeiten Förderverein und Gemeinde zur Erhaltung der Anlage, auch bei der Bewältigung von Sturm- und Bergschäden, Hand in Hand. Jährlich leisten die Mitglieder des Vereins freiwillig ca. 3000 Stunden Dienst. Aus dem Erlös der Bewirtung im Haus Kallenborn sind seit 1990 etwa 130 TDM in die Anlage rückinvestiert worden.

Für die Bewohner des Köllertals ist das Naherholungsgebiet Kallenborn mit seinen Freizeit-angeboten für Jung und Alt eine Ruhe- und Erholungszone von besonderer Art in kurzfristig erreichbarer Entfernung geworden, das sie immer wieder gern besuchen. Die hohen Besucherzahlen zeigen aber auch, dass sich das Einzugsgebiet der Gäste über das ganze Saarland verteilt.